Sarkozy siegesgewiss, Royal bissiger als je zuvor
Zum Ende der zweiten offiziellen Wahlkampfphase absolvierten Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal gestern ihre letzten Wahlkampftermine. Royal entschied sich relativ kurzfristig für einen Abstecher in die Bretagne, wo François Bayrou beim ersten Wahlgang noch über seinem nationalen Schnitt lag. Im Ton des Zentristen meinte Royal: "Auf den Sendern von Bouygues und Lagardère [Medienmogule und persönliche Freunde Sarkozys] bekommt man Wahlkampftrakte geliefert! Ihr, das französische Volk, seid es, die entscheiden werdet!" Sarkozy sei eine "Gefahr für die Einheit der Republik und den sozialen Frieden" und sie, Royal, habe "die Verantwortung, ein Alarmzeichen zu geben angesichts der Gewalt und der Brutalität, die sich [bei einem Sieg Sarkozys] im Land entfesseln werden", sagte die PS-Kandidatin im Radiosender RTL.
Aber selbst für ihren eigenen Sprecher hatte sich Royal ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt. "Ich gehöre nicht zu denjenigen, die meinen, Nicolas Sarkozy sei eine Gefahr für die französische Republik", erklärte Julien Dray. Die Reden in Lorient und Brest klangen sehr nach Durchhalteparolen: "Es gibt noch Hoffnung, 30 Prozent der Wähler sind unentschlossen" und "Das wird sich mit den letzten Eindrücken, den letzten Bildern entscheiden. Darum ist dieser Tag so wichtig", konnte man auf Royals Meetings hören.
Sarkozy besuchte unterdessen die Hochebene von Glières in den französischen Alpen, wo im Zweiten Weltkrieg 149 Mitglieder der Widerstandsbewegung im Kampf gegen deutsche Soldaten starben. "Der Mut dieser Männer inspiriert mich", erklärte Sarkozy, "wir sind die Erben dieser großen Geschichte." Für den Fall, dass er am Sonntag gewinnt, versprach Sarkozy: "Ich werde jedes Jahr hierherkommen."
Auch François Mitterrand besuchte während seiner Präsidentschaft jedes Jahr einen symbolischen Ort des französischen Widerstands, den Felsen Solutré im Burgund. Begeisterte Schaulustige, die Sarkozy "Wir haben gewonnen" und "Sarkozy - Präsident" zuriefen, entgegnete der ehemalige Innenminister: "Wir müssen den Sonntag ruhig abwarten, noch ist nichts gewonnen." Trotzdem scheinen hinter den Kulissen schon die Kämpfe um die Ministerposten loszugehen. Als Premierminister werden Michèle Alliot-Marie, aktuelle Verteidigungsministerin, und François Fillon, aktueller Bildungsminister, heiß gehandelt.
Aber selbst für ihren eigenen Sprecher hatte sich Royal ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt. "Ich gehöre nicht zu denjenigen, die meinen, Nicolas Sarkozy sei eine Gefahr für die französische Republik", erklärte Julien Dray. Die Reden in Lorient und Brest klangen sehr nach Durchhalteparolen: "Es gibt noch Hoffnung, 30 Prozent der Wähler sind unentschlossen" und "Das wird sich mit den letzten Eindrücken, den letzten Bildern entscheiden. Darum ist dieser Tag so wichtig", konnte man auf Royals Meetings hören.
Sarkozy besuchte unterdessen die Hochebene von Glières in den französischen Alpen, wo im Zweiten Weltkrieg 149 Mitglieder der Widerstandsbewegung im Kampf gegen deutsche Soldaten starben. "Der Mut dieser Männer inspiriert mich", erklärte Sarkozy, "wir sind die Erben dieser großen Geschichte." Für den Fall, dass er am Sonntag gewinnt, versprach Sarkozy: "Ich werde jedes Jahr hierherkommen."
Auch François Mitterrand besuchte während seiner Präsidentschaft jedes Jahr einen symbolischen Ort des französischen Widerstands, den Felsen Solutré im Burgund. Begeisterte Schaulustige, die Sarkozy "Wir haben gewonnen" und "Sarkozy - Präsident" zuriefen, entgegnete der ehemalige Innenminister: "Wir müssen den Sonntag ruhig abwarten, noch ist nichts gewonnen." Trotzdem scheinen hinter den Kulissen schon die Kämpfe um die Ministerposten loszugehen. Als Premierminister werden Michèle Alliot-Marie, aktuelle Verteidigungsministerin, und François Fillon, aktueller Bildungsminister, heiß gehandelt.